Forcierte Downloads im Firefox anzeigen

Habe ich bei der Literaturrecherche für meine Masterarbeit einen passenden Artikel gefunden, nutze ich immer die „Export to citation manager“-Funktion der Verlagsseiten. Da ich meine Arbeit mit Latex schreibe und daher auch auf Biblatex zurückgreife, exportiere ich die Artikel im Bibtex-Format, um sie anschließend per Copy&Paste in JabRef einzupflegen.

Das funktioniert auch meistens problemlos, nur nicht bei SAGE journals. Dort wird der Bibtex-Code als Datei ohne Dateiendung exportiert und Firefox so genötigt, die Datei als Download anzunehmen, anstatt sie direkt im Browser als Textdatei zu öffnen. Ziemlich nervig, aber zum Glück gibt es für (fast) alles eine Erweiterung. Open in Browser nennt es sich und lässt einen beim Download der Datei auswählen, ob diese nicht lieber im Browser direkt anzeigen will.

Mein Problem ist gelöst und die Arbeit ist gleich wieder ein weiteres Stück effektiver (da der Einsatz der Erweiterung ja nicht nur auf Bibtex-Exporte beschränkt ist).

KabelBW-Ärgernis Nr. 4: Anpassung der Serviceentgelte, Umzugsservice und Hotline

Hui, ein Ärgernis jagt das andere. Da ist Ärgernis Nr. 3 noch nicht mal abgeschlossen, kommt schon das nächste. Diesmal geht es um die Serviceentgelte, die ab dem 01.11.2011 angepasst werden. Natürlich nur in eine Richtung, nämlich nach oben. Telefonieren (für nicht Flatrate-ler) wird etwas teurer, jedoch steckt das Übel mal wieder im Detail.

Wer seine Rufnummer mitnehmen möchte, darf ab sofort nun 25 EUR anstatt 9,90 zahlen. Hinzu kam nun auch ein „Umzugsservice“ in Höhe von 40 EUR. Wie da die genaue Ausgestaltung ist, weiß ich nicht, muss ich mich erst erkundigen. Laut Kundenservice verhält es sich so, dass man nun bei einem Umzug 40 EUR löhnen muss, anstatt das in den meisten Fällen günstigere Bereitstellungsentgelt zu zahlen. Hinzu kommt dann ja sowieso noch die erneute Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten. Wem das nun spanisch vorkommt, der versteht KabelBW nicht. Schließlich ist es ein viel größerer Aufwand für KabelBW, einen Bestandskunden umzuziehen, wie einen neuen Kunden anzulegen. Wer nun behauptet, dass dem nicht so sei und vielleicht auch noch meint, dass man doch seine Bestandskunden pflegen soll, dem sei so viel gesagt: Glückwunsch, du siehst die Welt so, wie man sie eigentlich sehen sollte. Es sei denn, man heißt KabelBW.

Nahezu zeitgleich mit der Ankündigung von höheren Serviceentgelten wurde dann auch noch die kostenlose Hotline abgeschalten. Das heißt nun bei einer Störung darf man wie gewohnt zum Handy greifen, es kostet nun aber bis zu 42 Cent/min. Oft bleibt einem der Griff zum Handy ja nicht erspart, weil bei einer Störung auch das Telefon ausfällt.

KabelBW ist auf dem Weg, es sich nun mit den Bestandskunden endgültig zu verscherzen. In einschlägigen Foren wird die Stimmung gegenüber KabelBW immer negativer. Ich kann für meinen Teil auch nur sagen: Gäbe es bei mir ein vergleichbares Angebot (speziell von der Leistung her), so würde ich das Sonderkündigungsrecht zum 31.10.2011 ausüben, auch wenn ich monatlich tiefer in die Tasche greifen müsste. So aber „freue“ ich mich darauf, was die nächsten Jahre mit KabelBW noch so für Überraschungen bringen werden.

PS: Wer sich noch weiter informieren will, was bei einem Umzug eine Etage höher alles möglich ist: Im KabelBW-Helpdesk-Forum wird ein nettes Erlebnis mit KabelBW geschildert.

Ärgernis KabelBW: Ein Resümee

Ich möchte mein Fazit in einen extra Post packen, da es sich auf alle drei Teile meiner kleinen „Ärgernis-Doku“ bezieht und auch allgemeinen Charakter hat.

Wann immer ich mit KabelBW zu tun habe, fühle ich mich ein Jahrzehnt zurück versetzt. Damals war der magenta-farbene Riese ein Albtraum in Sachen Kundenservice. Was hat man sich nicht über die Telekom aufgeregt. Heute läuft das aber schon ganz gut, man hat dazu gelernt. In gewisser Weise ist KabelBW ähnlich. Die Monopolistenkrankheit, die man der Telekom immer attestierte, findet ihre Ausprägung wohl auch beim Quasi-Monopolisten KabelBW. Man kommt sich vor, wie wenn der Kunde als lästiges Beiprodukt der Gewinngenerierung gesehen wird. Im Kundenservice schlägt sich das mit enormer Wucht nieder. Kundenservice und KabelBW, das verträgt sich nicht.

Leider gehört zu den Symptomen der Monopolistenkrankheit auch Ignoranz. Ignoranz gegenüber dem Kunden und dessen Definition von Kundenservice. Ja, es ist kundenfreundlich, wenn Bestellungen in wenigen Minuten getätigt werden können und es nur zwei Tage dauert, bis die SIM-Karten da sind. Aber nein, es ist absolut nicht kundenfreundlich, auf Beschwerden überhaupt nicht oder erst nach etlichen Tagen zu reagieren.

Dazu gehört auch, dass man die Beschwerdeabteilung konsequent abschottet. Per E-Mail, Fax und Post kann man sie erreichen. Telefonisch nicht. Warum? – Nun ich denke, dass man die Mitarbeiter vor wütenden Kunden abschotten will. – Warum? – Wahrscheinlich, dass sie effektiver arbeiten können. – Und warum dauert die Bearbeitung von Beschwerden dann so lange? – Stimmt, irgendetwas passt da so nicht zusammen.
Kundenfreundlichkeit? Negativ!

Man konnte über den magenta-farbenen Riesen schimpfen, wie man wollte. Dort kam man auch telefonisch immer an einen Verantwortlichen und zwar ziemlich schnell. Darüber hinaus war Kulanz auch ein Stichwort. Gutschriften für das entstandene Ärgernis wurden immer gewährt. Oft auch ohne Nachfragen. Bei KabelBW? Gutschriften über ohnehin gutzuschreibenden den Betrag hinaus, also eine Entschädigung für den eigenen Aufwand, habe ich bisher noch nicht bekommen. Wie auch, schließlich hat man ja keinen direkten Ansprechpartner, sondern bekommt nur eine E-Mail als Antwort. Sollte man angerufen werden, ist die Person am Telefon generell nicht zuständig und man soll sich per E-Mail an den Kundenservice wenden. Dann beginnt das gleich Spiel von vorn. Die Gutschriften selben erfolgen in der Regel auf der nächsten Rechnung. Natürlich auch alles andere als transparent. Ich empfehle eine halbe Stunde Zeit zu nehmen und den Taschenrechner, sowie ein zweites Paar Augen bereit zu halten. Kundenservice? Zwei mal negativ!

Kurzum, KabelBW hat super Angebote, aber einen Kundenservice, der jenseits von gut und böse ist. So lange man keine Probleme hat, kann man froh sein. Treten welche auf, sollte man sich auf einen Marathon einstellen. Vieles mag der Geschichte geschuldet sein. Als Kabelanbieter hatte man ja bisher eher wenig mit Kunden zu tun. Dennoch sollte KabelBW dringend mal das eigene Bild von Kundenservice mehr mit dem der Kunden in Einklang bringen. Dafür sollte man z.B.  Zufriedenheits-Umfragen, nach dem Hotline-Kontakt nutzen. Oder mal direkt beim Kunden anrufen, wie zufrieden man ist, was besser gemacht werden kann, etc.

Man kann nur hoffen, dass sich KabelBW in der Hinsicht bessert. Was ich in einem Jahr bislang erlebt habe, würde mir noch einige Jahre reichen. Aber dafür kenne ich KabelBW zu gut. In diesem Sinne (sehr) wahrscheinlich

to be continued…

zu den aktuellen Entwicklungen des Ärgernis Nr. 3

Ärgernis KabelBW (3/3): Wozu denn eine Bestellbestätigung?

Im (vorerst) dritten und letzten Teil betrete ich nun ein weiteres Produktfeld von KabelBW: Mobilfunktarife. Ich habe mich für den Wechsel zu KabelBW entschlossen, da deren Tarife für meine Bedürfnisse ideal sind. Ich entschied mich daher für den Tarif „Handy-Family & Friends“ mit der Handy-Surf-Flat für 4,90 EUR im Monat.

Die Bestellung ging schnell über die Bühne und innerhalb eines Tages kam schon die SIM-Karte mit der temporären Nummer. Die Portierung meiner alten Nummer war für die nächsten Tage geplant. Hier hatte ich besonders Befürchtungen, dass es damit irgendwie Probleme gibt. Aber nein, ich wurde eines besseren belehrt. Pünktlich zum Portierungstermin wurde meine Nummer auch portiert.

Da fehlt doch etwas…

Sollte tatsächlich mal alles bei KabelBW reibungslos funktionieren? Das konnte ich mir kaum vorstellen. Leider lag ich mit dieser Feststellung erneut richtig. Das dicke Ende kam mit der nächsten Rechnung. 37 EUR Gebühren für die Internet-Nutzung. Moment: Hatte ich nicht die Surf-Flat bestellt? Tja, die ist wohl nicht mit im Vertrag drin.

Es war bereits Abend und man kann sich denken, dass ich stinksauer war. Ich entschloss mich daher postwendend bei KabelBW anzurufen und nachzufragen, was das soll. Wenigstens kommt man abends schnell durch die Warteschlange. Die nette Mitarbeiterin der Hotline bestätigte mir dann auch sofort, dass keine Surf-Flat gebucht wurde, sie diese aber sofort hinzubucht. Aus ihren Kommentaren konnte ich raushören, dass wohl einiges bei mir mit dem Vertrag nicht ganz schlüssig ist. Sie brabbelte da was von portierten Rufnummern, aber der Portierungsauftrag fehlt etc. Wohl ein heilloses Durcheinander.

Erkläre konnte sie es sich auch nicht, dass trotz Bestellbestätigung per E-Mail, in der die Surf-Flat explizit aufgeführt wird, die Surf-Flat nicht gebucht wurde. Sie könne da aber nichts machen, da muss ich mich schriftlich an KabelBW melden und mich beschweren. Da ich ja die Bestellbestätigung per E-Mail habe, sollte es ja dann kein Problem geben, dass mir da geglaubt wird. Sollte es kein Problem geben? Darf es nicht den Hauch eines Problems geben, sage ich!

Gleich darauf verfasste ich also meine Beschwerde an KabelBW und bat um Klärung bis in einer Woche. Im Anhang die Bestellbestätigung und in der Mail auch noch der Hinweis, dass ich mir vorbehalte, die Abbuchung der Kosten zurückzuweisen. Mittlerweile ist die Woche ins Land gegangen, gehört habe ich von KabelBW noch nichts. Hätte mich auch schwer gewundert, wenn ich ehrlich bin. Nicht einmal ein Bearbeitungshinweis kam. Abgebucht wurde natürlich trotzdem. Auch das war klar.

More to come

Wie die Sache ausgeht, weiß ich noch nicht. Heute hat KabelBW noch Zeit, sich zu melden. Was sich auch immer tut, ich werde hier weiter berichten. Ich habe mir in Ruhe nochmal alle Unterlagen angesehen, die ich von KabelBW bekommen habe. Aufgefallen ist mir dabei, dass die Bestellbestätigung auch per Post kam, darauf aber keine Surf-Flat verzeichnet ist. Auch der Aktivierungscode der SIM-Karten ist ein anderer. Im Nachhinein hätte ich da mit Argusaugen drauf schauen müssen. Aber wer KabelBW kennt, der kennt auch deren Inkonsistenz im Schriftverkehr. Nur weil mal irgendwo was nicht aufgeführt ist, muss es nicht heißen, dass es nicht gebucht wurde.

Update 13.07.2011: Wie ich vermutet hatte, hat sich KabelBW nicht gemeldet. Ich habe gestern extra nochmal eine weitere E-Mail losgeschickt und die schleppende Bearbeitung gerügt. Nachdem heute keinerlei Reaktion zu erfahren war, wandte ich mich nochmals an die Hotline, um dort nachzufragen. Die nette Dame am anderen Ende konnte mir dann leider nur mitteilen, dass keinerlei E-Mails von mir eingegangen sind. Welch ein Pech, da kann man ja lange auf eine Antwort warten. Zu dumm nur, dass ich für beide E-Mails eine Eingangsbestätigung erhalten habe. So langsam wird die Sache richtig bunt. Die nette Dame an der Hotline hat nun nochmal alles (dringlich) an die Buchhaltung weiter gegeben, welche sich bei mir „in der Regel in den nächsten Stunden“ melden wird. Wie immer gibt es für jede Regel eine Ausnahme. Mittlerweile sind schon wieder vier Stunden vergangen, ohne dass sich irgendwer gemeldet hat. Ich werde nochmals bei der Hotline Druck machen.

Update #2 13.07.2011: Soeben die Hotline kontaktiert. Dem netten Herrn war es ausgesprochen peinlich, aber aus meiner Akte geht hervor, dass ich heute noch keinen Kontakt mit der Hotline hatte. Ich glaub‘ ich spinne! Nachdem ich meinen Ärger entsprechend kommuniziert hatte, hat er den heutigen Kontakt aber wohl doch gefunden, ebenso wie die Weitergabe an die Buchhaltung. Ach ja, und meine E-Mails, die ich geschrieben habe, sind jetzt wohl doch auch da. „Es kann sein, dass die Mitarbeiterin heute mittag das nicht gesehen hat.“ Obwohl es die beiden einzigen E-Mails von mir in der letzten Woche waren und ich ihr den Tag genannt habe? Welchen Schluss lässt denn das zu? Inkompetente Mitarbeiter oder katastrophale Software? Letzteres auf jeden Fall, weil auf Dauer ist es unwahrscheinlich, dass die Großzahl der Mitarbeiter nicht damit klarkommt. Naja, jedenfalls ist mein Anliegen jetzt wohl doch in Bearbeitung und es wird auf jeden Fall eine Lösung gefunden werden, aber es wird wohl noch etwas dauern, da man gerade unterbesetzt sei. Komisch, dass KabelBW 365 Tage im Jahr unterbesetzt zu sein scheint…

Update 15.07.2011: Heute erneut die Hotline kontaktiert, um den aktuellen Status abzufragen und Druck zu machen. Nachdem ich erneut kurz geschildert habe, worum es geht, bin ich abermals überrascht worden. Die nette Dame am anderen Ende der Leitung konnte meine Beschwerde voll nachvollziehen, denn laut der ihr vorliegenden Bestellung wurde tatsächlich die Handy-Surf-Flat gebucht. Dass die Rechnung dann trotzdem falsch ist, kann dann nur an einem Systemfehler liegen. Sie wird es nochmals weitergeben, es kann aber bis zu anderthalb Wochen dauern, da gerade Urlaubszeit sei. Dass in Baden-Württemberg die Urlaubszeit eigentlich erst im August beginnt, ignoriere ich jetzt einfach mal. Als Zwischenfazit lässt sich jedenfalls ziehen, dass wohl keiner mehr bei KabelBW einen Überblick hat, was eigentlich in der Kundenakte hinterlegt ist. Anders lässt sich das mittlerweile nicht mehr erklären. Irgendetwas scheint bei KabelBW mächtig zu versagen. Ob es die Kundenmanagementsoftware, die internen Prozesse, die Mitarbeiter oder gar alles zusammen ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Egal was es ist, der Leidtragende ist und bleibt der Kunde.

Update 19.07.2011: Heute kam die Antwort von KabelBW per E-Mail. Ich möchte das ganze gar nicht kommentieren, ich denke der Inhalt spricht für sich selbst.

vielen Dank für Ihre E-mail vom 05.07.2011.
Hiermit möchten wir Sie darüber informieren, dass wir einer Gutschrift nicht
zustimmen können, da die E-mail vom 31.05.2011 lediglich eine Bestellübersicht
war. Weiterhin wurde in der Auftragsbestätigung vom 01.06.2011 keine Surf
Flatrate aufgeführt.
Wir bedanken uns für Ihr Verständnis

Update 26.07.2011: Nanu, es geschehen noch Zeichen und Wunder! Nachdem ich mittlerweile meine Beschwerde postalisch per Einschreiben mit Rückschein an den KabelBW-Kundenservice geschickt habe, habe ich nun Antwort auf meine zweite E-Mail bekommen, in der ich mich über die schleppende Bearbeitung meiner Beschwerde beschwert habe. Die Antwort überraschte mich etwas:

Selbstverständlich schreiben wir Ihrem
Kundenkonto den Betrag über die Verbindungsentgelte gut.Die Gutschrift
wird mit der nächsten Rechnung verrechnet.Ihre Zufriedenheit ist uns
wichtig!

Das sind ja ganz neue Töne. Es scheint, als ob einige bei KabelBW doch wissen, wie man mit Kunden umgeht. Ich hoffe mal, dass die Gutschrift ankommt. Auch bin ich gespannt, ob ich auf mein Einschreiben nochmal etwas von KabelBW zu hören bekomme.

Update 22.08.2011: Vor einigen Tagen habe ich nun die aktuelle Rechnung bekommen. Die gute Nachricht: die Gutschrift ist gebucht. Die schlechten Nachrichten (Plural!):

  1. Es wurde nicht alles gut geschrieben. Es fehlen die Verbindungsentgelte von der zweiten SIM-Karte.
  2. Es wurden nur die Beträge im Juni gut geschrieben. Die Verbindungsentgelte im Juli wurden wieder in Rechnung gestellt.

Das heißt mit anderen Worten, wieder einen Brief an KabelBW und hoffen, dass es danach endlich und endgültig geklärt ist. Es ist einfach unbeschreiblich, wie es KabelBW immer wieder schafft, aus klaren und einfachen Sachverhalten eine Bürokratie zu generieren, die einen einfach nur unnötig Zeit kostet. Alle, die mit einem Wechsel zu KabelBW liebäugeln, seien hiermit gewarnt!

Ärgernis KabelBW (2/3): Das unzuverlässige ISDN-Modem und die FRITZ!Box 6360

Im zweiten Teil der „Doku“ (zum ersten Teil) geht es um das mittlerweile nicht mehr ausgelieferte ISDN-Modem von Siemens und dessen Nachfolger, der FRITZ!Box Cable 6360.

Störungsmeldungen werden nicht richtig ernst genommen

Mit dem Siemens-Modem stand ich schon eine ganze Weile auf dem Kriegsfuß. Immer wieder kam es zu Ausfällen beim Telefonieren oder auch beim Internet. Die Ausfälle beim Telefonieren waren dabei die weitaus häufigeren. Die Crux daran: Man bekam selten mit, dass das Telefon ausgefallen war. Sofern man selbst nicht telefonierte, kam es u.U. vor, dass man etliche Stunden für Anrufer nicht erreichbar war.

Um das Problem zu beheben, gab es nur ein probates Mittel: Netzstecker ziehen. Ein Anruf bei der Störungsstelle von KabelBW ergab immer das selbe: Eine Störung kann nicht erkannt werden, man sieht lediglich, dass sich das Modem irgendwann abgemeldet hat (genau dann, als ich den Netzstecker gezogen hab). Ich solle das ganze beobachten. Gesagt, getan, immer wieder Störungsmeldungen abgesetzt, immer wieder die Antwort bekommen, dass keine erkannt werden kann und immer wieder den Status der LEDs durchgegeben (was blinkt, welche Farbe) und daraufhin immer keine oder keine aussagekräftige Antwort bekommen.

So ging das ca. 20 mal in einem Jahr. Nicht immer hab ich eine Störungsmeldung abgesetzt, das wird einem ja zu blöd, schließlich weiß man ja, was dabei rauskommt: nix! Im Nachhinein hätte ich vielleicht öfter nerven sollen, aber einem ist die Zeit da auch einfach zu schade.

Der ersehnte Modemtausch – erste Vorboten

Dann, vor ca. einem Monat, wieder ein Ausfall. Seit der letzten Störungsmeldung war wieder etwas Zeit ins Land gegangen, also setzt ich wieder eine ab. Wieder die selbe Rückmeldung und die Nachfrage, wie der Status der LEDs ist. Ich also wieder brav geantwortet und noch den Hinweis gegeben, dass das nun zum 20. Mal auftritt und man doch bitte dem Problem auf den Grund gehen soll. Erhofft hab ich mir davon jedoch nichts. Die Erfahrung hatte anderes gelehrt.

Doch ich wurde überrascht. Vier Tage später bekam ich ein Anruf von einem Techniker. Ob denn wirklich wie beschrieben die LEDs VoIP/B1/B2 blinkten. Ich bejahte und dann war die Sache auch schon geklärt. Das Modem hat wohl irgendeine Macke, die immer wieder zum Ausfall führt und daher muss das Modem nun getauscht werden. Aha, auf einmal geht’s doch!

Kurz darauf rief dann schon die Installationsfirma an und ich bekam eine neue FRITZ!Box Cable 6360. Ein nettes Upgrade im Vergleich zum alten Modem. Mit AVM hab ich auch bisher gute Erfahrungen gemacht. Das kann ja nur gut werden, dachte ich mir. Kaum war die FritzBox angestöpselt, hieß es erst mal etliche Minuten warten, bis das neueste Firmware-Update durchgelaufen war. Das dauerte alles ca. 15 Minuten und danach durfte ich dann auch gleich testen, ob das Telefon tut – was es natürlich nicht tat. Wie immer vermutet man zuerst das Problem beim Endgerät des Kunden. Mit der Frage „Davor hat’s schon funktioniert, oder?“ bin ich auch schon vertraut.

Es stellte sich heraus, dass es – welch Wunder – nicht an meinem Gigaset lag, sondern am Firmware-Update, das nicht richtig draufgespielt war. Schuld daran waren laut KabelBW natürlich Installateur bzw. Kunde, die das Update nicht haben durchlaufen lassen. Ganz klar, wie gut das Installateur bzw. Kunde der FritzBox 15 Minuten beim Blinken zugesehen haben und während dieser Zeit absolut nichts gemacht haben. Ein erneuter Updatelauf brachte dann das gewünschte Ergebnis und das Telefon ging.

Warum soll auch mal irgendwas reibungslos klappen?

Da die FritzBox WLAN und DECT integriert hat, hatte ich die Hoffnung, meine Gigaset Basis-Station und mein WLAN-Router einzumotten. Ersteres funktionierte nicht, da auf den Mobilteilen der Anrufer nicht mehr angezeigt wird, sondern nur noch dessen Nummer (obwohl im Telefonbuch des Mobilteils). Das WLAN der FritzBox zu nutzen sollte 08/15 sein, so dachte ich.

Die Einrichtung klappte auch wunderbar und schnell (wie gewohnt). Doch WLAN selbst, war alles andere als gewohnt, nämlich langsam, dauernde Verbindungsabbrüche etc. Surfen mit 1 Mbit anstatt 25 Mbit und instabile WLAN-Verbindung waren die Folge. Eine Recherche im Netz ergab, dass auch andere dieses Problem haben. Eine Parade-Lösung gab’s nicht, also bei KabelBW angerufen (eine Mail an den Kundenservice wurde mal wieder nicht beantwortet). Die kennen zwar das Problem, aber da die FritzBox von AVM ist, müsse man sich an die wenden. KabelBW supportet nur die Modem-Komponente. Bei AVM bin ich dann mehr oder weniger zufällig in den FAQ auf die Lösung gestoßen. Seitdem ich die Verbindung auf 54 Mbit respektive 802.11g-Standard gedrosselt habe, ist das WLAN wieder schön schnell (eben bis max. 54 Mbit).

Resümee oder was mich an dieser Geschichte so immens ärgert

Zum einen die Zeit, die KabelBW braucht, um ein Problem ernst zu nehmen. Warum muss ich als Kunde andauernd Störungsmeldungen abgeben und ein ganzes Jahr lang mit Ausfällen leben, bevor sich da mal was tut? Und warum vergeht von Störungsmeldung bis Problemlösung über eine Woche? Warum ruft der Techniker nicht gleich bei mir an und erfragt den Status der Modem-LEDs, wenn er das nach einer erneuten E-Mail doch sowieso nochmal macht?

Zum zweiten: Wenn ich ein neues Gerät wie die FritzBox ausliefere, dann vergewissere ich mich doch, ob da alles funktioniert. Wenn man sich Forenberichte durchliest, was da bisher schon alles gelaufen ist, fragt man sich echt, ob es denn sein muss, dass der Kunde als Beta-Tester fungiert. Auch die Sache mit dem WLAN. Wenn das bekannt ist, dann frag ich doch bei AVM nach, was das Problem macht und ob es eine temporäre Lösung gibt. Wenn dann der Kunde bei mir anruft, verweise ich gleich auf die FAQ und gebe meinen Installateuren den Hinweis, dass es mit dem WLAN Probleme gibt. Diese können das dann gleich präventiv an den Kunden weitergeben. Das ist Service, liebe KabelBW!

An seiten AVM geht ein ähnlicher Appell: Wenn doch gehäuft Probleme auftreten, dann verstecke ich das nicht tief in den FAQ, sondern platziere die Lösung prägnant.

Ärgernis KabelBW (1/3): Störungsbehebung ohne Nachmessen

Lange habe ich es gutmütig über mich ergehen lassen. Doch irgendwann ist das Fass endgültig voll, weshalb ich mich nun entschlossen habe, meinem Ärger über KabelBW in einer dreiteiligen „Doku“ Luft zu machen. Ich möchte darauf hinweisen, dass es sich hierbei nur um eine Auswahl aller Ärgernisse handelt, die ich bislang durch KabelBW erfahren habe.

Teil 1: Störungsbehebung ohne erneutes Nachmessen

Ich nutze nun seit gut einem Jahr Internet & Telefon über KabelBW. Der Wechsel vom alten Anbieter zu KabelBW hat erstaunlicherweise reibungslos geklappt, doch bereits bei der Installation der Hardware fingen die Probleme an.

Der Kabelanschluss lief schon seit Ewigkeiten über KabelBW und hat analog funktioniert, digitale Programme fielen öfters mal aus. Von seiten KabelBWs war alles in Ordnung, weshalb man auch nicht weiter auf meine Störungsmeldungen einging. Bei der Installation der Internet- & Telefonhardware bemerkte der Installateur dann plötzlich, dass das Eingangssignal zu gering ist. Ob wir das denn beim Fernsehen noch nicht bemerkt hätten, Bildfragmente, Ausfälle, etc. Das kam mir doch irgendwie bekannt vor! Kurzum, das Problem musste behoben werden und ein KabelBW-Techniker kam vorbei um, welch Wunder, tatsächlich festzustellen, dass der Installateur Recht hatte und das Eingangssignal zu schwach ist.

Das Problem war schnell lokalisiert und so wurde einen Tag später die Straße aufgerissen und ein Bauteil getauscht. Störung behoben? Denkste! Wieder Ausfälle beim Fernsehen, Telefonieren und Surfen. Also nochmal das ganze Procedere mit Störungsmeldung, Techniker kommen lassen, Straße an der selben Stelle aufreißen, anderes Bauteil austauschen… Der Laie mag sich fragen, warum man nach Austausch des ersten Bauteils nicht einfach nochmal nachgemessen hat. Wie ich erfahren habe, ist das aber unüblich. (!) Meiner Bitte, nach dem Austausch des anderen Bauteils erneut das Eingangssignal zu messen, kam man deswegen auch nicht nach.

Und dann? Naja, was wohl: Wieder Ausfälle beim Fernsehen, Telefonieren und Surfen. Also nochmal das ganze Procedere… Ich glaub ich muss mich nicht nochmal wiederholen. Jedenfalls wurde die Straße an zwei weiteren Stellen aufgerissen und dort defekte Teile ausgetauscht. Dann kam man auch endlich meiner Bitte um eine erneute Messung nach. Endlich stimmte das Eingangssignal.

Das Ergebnis:

  • 8 Wochen instabiles Fernsehen, Telefon und Internet
  • etliche Anrufe bei der Hotline
  • 3x den Techniker kommen lassen
  • 3x musste KabelBW eine externe Firma beauftragen, die Straße aufzureißen

Und warum das ganze? Weil man es für unnötig hielt, nach dem Austausch der Bauteile beim Kunden eine Nachmessung durchzuführen.

Weiter geht’s hier mit Teil 2.

MATLAB 2011a/2010b unter (K)Ubuntu

Heute wollte ich die neue MATLAB-Version 2011a aufspielen. Die Installationsdateien sind wie immer gezippt und wie immer gibt es mit Zip-Dateien, speziell wenn diese auf einer Windows-Maschine erstellt werden. Es stimmt immer grundsätzlich was nicht mit den Berechtigungen und symbolische Links werden durch Textdateien ersetzt, mit dem Namen der verknüpften Datei als Inhalt. So auch geschehen bei MATLAB, worauf es sich nicht installieren lässt.

Zuerst brach der Installer mit folgendem Fehler ab:

eval: 1: /tmp/mathworks_17889/java/jre/glnxa64/jre/bin/java: Permission denied

Das Problem liegt wie schon erwähnt daran, dass die Berechtigungen für die Ordner und Dateien nicht richtig gesetzt sind. Ein schnelles (wenn auch unsauberes)
[bash]chmod -R 755 .[/bash]
im Installationsordner wirkt Wunder, allerdings folgt der nächste Fehler sofort:

java.lang.UnsatisfiedLinkError: /home/[...]/R2011a-lnx64/bin/glnxa64/libinstutil.so: /home/[...]/R2011a-lnx64/bin/glnxa64/libstdc++.so.6: Die Datei ist zu kurz

„Die Datei ist zu kurz“ oder mit anderen Worten: Die Textdatei libstdc++.so.6 sollte eigentlich ein symbolischer Link auf die Datei libstdc++.so.6.0.10 sein. Abhilfe schafft da ein
[bash]rm bin/glnxa64/libstdc++.so.6 && ln -s libstdc++.so.6.0.10 bin/glnxa64/libstdc++.so.6[/bash]
Danach klappt’s auch wieder mit dem Installieren. Das gleiche Problem tritt bei der 32-bit Installation. Der Befehl lautet dort dann:
[bash]rm bin/glnx86/libstdc++.so.6 && ln -s libstdc++.so.6.0.10 bin/glnx86/libstdc++.so.6[/bash]

RT2870 under (K)Ubuntu Natty (11.04)

The new version of (K)Ubuntu, Natty (11.04), is shipped with the new Kernel 2.6.38 but still with the old wireless driver for the RT2870. If one does not want low speed on data transfers, the driver for the RT2870 has to be compiled manually, but that does not work without compilation errors. To solve this issue follow the steps for the previous version Maverick, which I described in my article „RT2870 compile error under (K)Ubuntu Maverick (10.10)“.

RT2870 unter (K)Ubuntu Natty (11.04)

Die neueste Version von (K)Ubuntu, Natty (11.04),  bringt trotz des neuen Kernels 2.6.38 nur den alten RT2870 Wireless-Treiber mit. Wer nicht mit angezogener Handbremse Daten über’s WLAN senden will, der muss auch unter Natty den Treiber für den RT2870 manuell kompilieren, was ohne Fehler aber nicht funktioniert. Abhilfe schafft auch hier die Vorgehensweise für die Vorgängerversion Maverick, wie ich in meinem Artikel [intlink id=“40″ type=“post“]“RT2870-Kompilierungsfehler unter (K)Ubuntu Maverick (10.10)“[/intlink] beschrieben hab.

Shutdown doesn’t work after updating to KDE 4.6.2

EDIT: The update for kdebase-workspace (4:4.6.2a-0ubuntu1~maverick1~ppa3) released on 04/10/2011 solves this bug.

Instead of shutting down the computer you’re greeted with the login prompt of tty1. This behavior is caused by a bug of KDM’s default settings. It uses a command line switch for shutdown which isn’t known by Ubuntu/Debian linux.

To solve this issue go to System Settings->Login Screen. Got to the tab „Shutdown“ and change the command to shutdown your computer to

/sbin/shutdown -h now

Save and log off, restart X-Server, log in again and everything should work like it did before.